Europäische Tage des Denkmals

Wenn Flüsse und Bäche zur Naturgewalt werden

Wie soll man Naturgewalten begegnen? Sind Renaturierung, Geschiebebewirtschaftung, Ufermauern, Dämme die richtige Lösung? Welche Auswirkungen haben sie auf Landschaft und Siedlungsgebiete? Eine Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals zum Motto "in Gefahr?" organisiert durch die Regionalgruppe Interlaken Oberhasli.


Betroffen waren und sind bis heute vor allem alpine und voralpine Flüsse und Bäche, wie zum Beispiel die Aare, die Lütschine, der Lombach, der Sundbach, der Alpbach und vor allem auch die 3 Dorfbäche in Brienz. Andere werden wohl folgen.

Die Gemeinde Brienz am See wurde in den letzten 20 Jahren dreimal von Naturkatastrophen heimgesucht:
1.    22./23. August 2025 – Trachtbach und Glyssibach traten nach langanhaltenden Regenfällen massiv über die Ufer, zwei Todesopfer, rund 30 Häuser zerstört oder schwer beschädigt, etwa 100 Personen verloren vorübergehend oder definitiv ihr Zuhause.
2.    August 2024 – Sehr heftige Gewitter, Milibach trat über die Ufer, Murgang mit Geröll, Holz und Schlamm, grosse Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Infrastruktur, rund 70 Evakuierte, mehrere Verletzte.
3.    August 2025 – Erneuter Murgang des Milibachs mit Gerölllawine, die Teile von Brienz verwüstete, wiederum hohe Sachschäden.

Veranstaltungsprogramm

Ein Kurzvortrag im Gemeindehaus Dindlen Brienz soll veranschaulichen, wie die Siedlungsgebiete rund um die drei Brienzer Dorfgewässer Trachtbach, Glyssibach und Milibach

– vor den Naturereignissen 2005/2024/2025
– während de Naturereignissen 2005/2024/2025
– nach den Naturereignissen 2005/2024/2025 und
– nachdem Schutzbauten, Häuser und Infrastruktur neu errichtet wurden

ausgesehen haben bzw. heute aussehen. Ausserdem soll ausgeführt werden, welche künftigen Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung, der Wohn- und Gewerbebauten sowie der Infrastruktur noch weiter geplant sind. 

Anhand von Beispielen soll aufgezeigt werden, mit welchen Massnahmen, mit welchen Eingriffen in die Landschaft und die Natur in den letzten Jahren und Jahrzehnten den Gefahren begegnet wurde. Die Schutzbauten können sowohl positive wie auch negative Auswirkungen auf das Landschafts- und Siedlungsbild haben. 

Im Anschluss an den Kurzvortrag sollen auf einem geführten Rundgang einige typische Schutzbauten besichtigt und deren Schutzwirkung sowie auch deren Grenzen des Schutzes erläutert werden. 

Referenten:     
– Ein Vertreter des Tiefbauamtes des Kantons Bern
– Herr Oliver Hitz
– Projektleiter Wasserbau
– Ein an der Planung und Ausführung der Schutzbauten beteiligter
– Fachmann-Herr Daniel Moeri 
– Ein Vertreter der Gemeinde Brienz 

Wichtige Informationen

Datum des Anlasses: Samstag, 12. September 2026
Ort des Anlasses: Gemeinde Brienz am See
Besammlung: Gemeindehaus Dindlen Brienz, Schulhausstrasse 1, 3855 Brienz ab 10 Uhr. Von 10 Uhr bis 10.30 Uhr Kaffee und Gipfeli offeriert vom Berner Heimatschutz Region Interlaken Oberhasli

Anreise Zug ab Interlaken Ost: 09.33 Uhr – Brienz Bahnhof an 09.53 Uhr
Anreise Zug ab Meiringen: 09.51 Uhr – Brienz Bahnhof an 10.02 Uhr

Anschliessend kurzer Spaziergang zum Gemeindehaus Dindlen Brienz (7 Min., 400 m).
Beim Gemeindehaus Dindlen Brienz stehen eine beschränkte Anzahl Parkplätze zur Verfügung. 

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit für ein gemeinsames Mittagessen auf eigene Rechnung. Der Anlass ist kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Wir würden uns freuen, zum Europäischen Tag des Denkmals vom 12. September 2026 möglichst zahlreiche Mitglieder und weitere interessierte Kreise in Brienz begrüssen zu dürfen!

Eine Veranstaltung der Regionalgruppe Interlaken Oberhasli.