Der Berner Heimatschutz hat entschieden, keine Beschwerde gegen den Entscheid des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Umgestaltung des Hirschengrabens zu erheben. Das jetzt vorliegende Resultat der Umgestaltung wird zu einer wesentlichen städtebaulichen Verbesserung gegenüber dem Zustand des Hirschengrabens in den letzten Jahren führen.
Der Berner Heimatschutz hat entschieden, keine Beschwerde gegen den Entscheid des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Umgestaltung des Hirschengrabens zu erheben. Das jetzt vorliegende Resultat der Umgestaltung wird zu einer wesentlichen städtebaulichen Verbesserung gegenüber dem Zustand des Hirschengrabens in den letzten Jahren führen.
Der Widerstand des Berner Heimatschutzes und weiterer Planungs- und Architekturverbände am ursprünglichen Projekt hat sich gelohnt. Das baukulturell wenig überzeugende Projekt hätte die wertvolle historische Parkanlage und deren städtebauliche Qualitäten zu grossen Teilen zerstört.
Zahlreiche Verbesserungen für mehr städtebauliche Qualität am Hirschengraben
Auch aufgrund der konstruktiven Inputs des Heimatschutzes sieht das nun vorgelegte, mehrmals überarbeitete Projekt zahlreiche Verbesserungen am Hirschengraben als Teil der UNESCO–Weltkulturerbestätte der Berner Altstadt vor:
- die ungeschmälerte Erhaltung des Widmann-Brunnens an seinem heutigen Standort
- den Verzicht auf den Bau einer unterirdischen Velostation mitten in der archäologischen Zone der Stadtmauer aus dem Ancien Régime sowie die Entfernung der Abstellplätze für Fahrräder innerhalb des Platzes
- die weitgehende Erhaltung der charakteristischen Doppelreihe mit Kastanienbäumen samt Pflanzung von fünf neuen Kastanienbäumen
- die Verschiebung des Bubenbergdenkmals als vorübergehende Massnahme
- die Chaussierung des Platzes mit Naturbelag im Innern der Baumreihen und die Kleinpflästerung rund um die Alleebäume
Konstruktive Zusammenarbeit lohnt sich bei Eingriffen in den öffentlichen Raum
Obwohl der Berner Heimatschutz nicht alle seine formalrechtlichen und materiellen Anliegen rund um die Gestaltung des neuen Bahnhofzugangs in der Parkanlage durchsetzen konnte, trägt er das jetzt vorliegende Ergebnis der Arbeiten mit und stellt fest, dass dieses in der vorliegenden Form zu einer wesentlichen städtebaulichen Verbesserung gegenüber dem Zustand des Hirschengrabens in den letzten Jahren führen wird. Der «Fall Hirschengraben» zeigt: Immer mehr setzt sich in der Stadt Bern die Erkenntnis durch, dass die wichtige
städtebauliche Achse des Hirschengrabens als planerische Einheit verstanden werden muss und jeder Eingriff in den öffentlichen Raum immer auch baukulturelle und soziale Auswirkungen hat – und dass sich eine konstruktive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Planungs- und Interessensverbänden wie dem Heimatschutz am Ende für alle Beteiligten lohnt.
Aufmerksame Begleitung des Projekts
Der Berner Heimatschutz wird die zukünftige Platzgestaltung des Hirschengrabens im Blick behalten. Wichtige Anliegen des Berner Heimatschutzes bleiben:
- die definitive Verschiebung des Bubenbergdenkmals an seinen ursprünglichen Standort auf dem Bubenbergplatz, damit die Schaffung einer ungebrochenen Sicht durch den ganzen inneren Bereich des Hirschengrabens ermöglicht wird
- die Aufhebung des Dienstgeleises von BERNMOBIL durch den Hirschengraben,
Auskunftsperson:
Luc Mentha, Präsident Berner Heimatschutz, Telefon 079 796 97 23, menthaluc(at)hotmail.com